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Stellungnahme der Arbeitsgruppe Allergologie der ÖGDV zu den derzeit beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln zur Behandlung allergischer Erkrankungen

 

 

Statement der österreichischen Arbeitsgruppe Allergologie zur COVID19 Impfung

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Allergie und COVID-19-Impfung

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Statement der AG Allergologie der ÖGDV zu COVID Impfungen, Update Stand 21.12.2020

Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen nimmt die AG Allergologie zu den Impfreaktionen in USA und UK auf COVID mRNA Impfstoffe wie folgt Stellung.

a) Die in den Zulassungsstudien und ersten Publikationen [1] zu den mRNA Impfungen bekannt gewordene Impfreaktionen sind häufig, erwartbar, mild sowie zeitlich limitiert. Dazu zählen lokale Schwellung der Impfstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie gelegentlich erhöhte Temperatur.

b) Anaphylaktische Reaktionen auf Impfungen und Medikamente sind generell sehr seltene Ereignisse und werden von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA erfasst [2]. Die pauschale Empfehlung der englischen Gesundheitsbehörde aufgrund der 2 Zwischenfälle, dass "jede Person mit einer Sofortreaktion auf einen Impfstoff, ein Medikament oder ein Nahrungsmittel die Pfizer/BioNTech-Impfung nicht erhalten sollte", erscheint nicht gerechtfertigt.  Derzeit ist die Beweislage nicht ausreichend, dass Polyethylenglykol der alleinige Auslöser dieser sehr seltenen Unverträglichkeitsreaktionen ist.

c) Generell sind allergische Erkrankungen kein bekannter Risikofaktor für die COVID Infektion. Das gleiche gilt für die derzeitigen COVID Impfstoffe.

d) Impfen ist eine ärztliche Aufgabe, die immer unter entsprechenden Sicherheitsbedingungen erfolgen muss. Die Stigmatisierung allergischer Personen, bei denen in der Vergangenheit ein Zwischenfall nach Gabe von Impfstoffen, Medikamenten oder Nahrungsmitteln vermutet wurde, ist derzeit nicht ausreichend begründet.

Vorschlag für die Durchführung von COVID Impfungen aus allergologischer Sicht [Stand 21.12.2020]

1. Zur Impfung müssen Medikamente zur Anaphylaxiebehandlung inklusive Epinephrin / Suprarenin vorhanden sein.

2. Zur Impfung ist die Anwesenheit von ärztlichem Personal, das in der Sofortbehandlung einer Schockreaktion vertraut ist, notwendig.

 

Referenzen:

[1] https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2034577

[2] https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/summaries-opinion/comirnaty

Empfehlungen zur Allergen-Immuntherapie in der aktuellen COVID 19-Pandemie

1. Klimek L, Jutel M, Akdis C, Bousquet J, Akdis M, Bachert C, et al. Handling of allergen immunotherapy in the COVID-19 pandemic: An ARIA-EAACI statement. Allergy. 2020;75(7):1546-54. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32329930/1.

2. Klimek L, Pfaar O, Worm M, Bergmann KC, Bieber T, Buhl R, et al. Allergen immunotherapy in the current COVID-19 pandemic: A position paper of AeDA, ARIA, EAACI, DGAKI and GPA: Position paper of the German ARIA Group(A) in cooperation with the Austrian ARIA Group(B), the Swiss ARIA Group(C), German Society for Applied Allergology (AEDA)(D), German Society for Allergology and Clinical Immunology (DGAKI)(E), Society for Pediatric Allergology (GPA)(F) in cooperation with AG Clinical Immunology, Allergology and Environmental Medicine of the DGHNO-KHC(G) and the European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI)(H). Allergol Select. 2020;4:44-52. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32568272/

 3. Pfaar O, Klimek L, Worm M, Bergmann KC, Bieber T, Buhl R, et al. Allergen-Immuntherapie in der aktuellen COVID-19-Pandemie – ein Positionspapier von ARIA, EAACI, AeDA, GPA und DGAKI (Kurzversion). Laryngorhinootologie. 2020;99(10):676-9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32823368/